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Gut vorbereitet zum Kinderarzttermin

Schutzimpfungen – Nina will sich informieren

@NinaBott ist Moderatorin und Schauspielerin. Aber sie ist auch vierfache Mama. Um ihre Kinder bestmöglich vor Erkrankungen zu schützen, lässt sie ihre Kleinen und Großen impfen. Bevor ihr jüngster Sohn seine nächste Impfung bekommt, spricht sie mit dem Kinder- und Jugendarzt Dr. Michael Horn noch einmal ausführlich über die verschiedenen Meningokokken-Impfungen. Auch über die beiden Impfungen, die nicht im STIKO-Impfkalender stehen, aber für einen bestmöglichen Schutz sinnvoll sein können.

„Gut informiert kann ich besser entscheiden!“ – Was Eltern wissen sollten

Als Elternteil ist man nicht allwissend. Und man muss es auch nicht sein, denn dafür gibt es ja Expert*innen, wie Kinder- und Jugendärzt*innen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Einer von ihnen ist Dr. Horn. Im Gespräch mit Nina Bott erläutert er ihr, wie wichtig es für ihn ist, dass Eltern alle Impfungen gegen Meningokokken kennen. Denn, was viele oft nicht wissen: Es gibt in Deutschland verschiedene Meningokokken-Gruppen, gegen die man impfen kann (A, B, C, W, Y). Mit knapp 60 % ist hierzulande die Gruppe B für die meisten Erkrankungsfälle verantwortlich, gefolgt von Y und C.¹ Die STIKO empfiehlt aktuell nur die Meningokokken-C-Impfung standardmäßig für alle Kinder im Alter von zwölf Monaten.² Diese kann aber nicht vor allen Meningokokken-Gruppen schützen. Darüber hinaus stehen neben der C-Impfung jedoch auch noch die zusätzlich mögliche B- sowie die ACWY-Impfung zur Verfügung.

Weil das junge Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist und Babys und Kleinkinder daher häufiger von Meningokokken-Erkrankungen betroffen sind,³ empfiehlt Dr. Horn zudem, Kinder so früh wie möglich impfen zu lassen, idealerweise sogar schon in den ersten Lebensmonaten.

Vorbeugen, um Erkrankungen bestmöglich zu vermeiden

Nach der Beratung fühlt sich Nina sicherer. Sie entscheidet sich dafür, gegen die zwar sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Meningokokken-Erkrankungen vorzubeugen. Das möchte sie auch anderen ans Herz legen und teilt daher ihre Erfahrung beim Kinderarzttermin mit dir in einem Video. So will sie Eltern ermutigen, sich ebenfalls ausführlich über die Schutzmöglichkeiten vor Meningokokken zu informieren. Das komplette Video von Nina findest du auf unserem YouTube-Kanal:

Tipps für erste Informationen

Wenn du dich vor deinem nächsten Kinderarzttermin ein wenig mehr einlesen möchtest, findest du viele weitere Informationen auf unserer Website. Dort kannst du in der Übersicht zur Kostenübernahme auch direkt nachschauen, ob deine Krankenkasse die zusätzlich möglichen Impfungen übernimmt. Sollte deine Krankenkasse diese laut Tabelle nicht übernehmen, kannst du die Kostenerstattung trotzdem beantragen. Nachfragen lohnt sich immer!

Außerdem haben wir dir einige Fragen zusammengestellt, die du bei deinem nächsten Arzttermin stellen kannst. Tipp: Mach dir einfach einen Screenshot. Dann hast du alle Fragen für deinen nächsten Arzttermin dabei.

Sprich deine Kinderärztin oder deinen -arzt am besten so früh wie möglich auf die unterschiedlichen Meningokokken-Impfungen an und lass dich beraten – für dein Kind.

 

¹ RKI: „Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2019“. Verfügbar unter: https://bit.ly/34jM5MZ. Februar 2022.

² RKI: „Epidemiologisches Bulletin 04/2022“. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/04_22.pdf?__blob=publicationFile  Februar 2022.

³ Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen". Verfügbar unter: https://bit.ly/2X7aroA. Februar 2022.

 

Veröffentlicht im MÄRZ 2022

NP-DE-MNX-WCNT-210143; 02/22