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Welt-Sepsis-Tag am 13. September

Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September macht jährlich auf die Gefahren von Blutvergiftungen aufmerksam und klärt über diese Erkrankung auf, die häufig erst zu spät diagnostiziert wird.

Unspezifische Symptome bei einer Meningokokken-Sepsis

Ein möglicher Auslöser für eine Blutvergiftung (Sepsis) sind Meningokokken-Bakterien, die durch Tröpfcheninfektion von einem Menschen auf den anderen übertragen werden. Meningokokken-Erkrankungen sind zwar selten, können jedoch schnell lebensbedrohlich werden. (1)
Der Grund dafür, dass eine Sepsis häufig zu spät erkannt wird und mit einer hohen Sterberate einhergeht, lässt sich mit den anfänglich unspezifischen Symptomen erklären. So kann sie anfänglich durch Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder Schwindel äußern. Schreitet die Erkrankung unerkannt weiter fort, kann es zu Hauteinblutungen, Blutdruckabfall und zum Organversagen kommen. (2)

Babys und Kleinkinder besonders gefährdet

Bei Babys und Kleinkindern sind die Symptome oftmals noch weniger charakteristisch. (1) Dabei sind sie besonders gefährdet, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.
Bei einem Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sollte sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden. Die Erkrankung kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. (1)

 

Impfungen schützen bestmöglich gegen Meningokokken-Erkrankungen

Zum Glück gibt es gegen fünf der häufigsten Meningokokken-Gruppen in Deutschland (A, B, C, W und Y) Impfungen, mit denen man bestmöglich vor Meningokokken-Erkrankungen schützen kann. Neben der standardmäßig möglichst früh im zweiten Lebensjahr empfohlenen Impfung gegen Meningokokken C, kann man gegen Meningokokken B und gegen die Gruppen A, C, W, Y in Kombination impfen. Die Meningokokken-Gruppe B ist mit mehr als 60 % für die meisten Erkrankungen in Deutschland verantwortlich, gefolgt von Y und C. (3) Die zusätzliche Impfung gegen Meningokokken B wird bereits bei gesundheitlich gefährdeten Personen empfohlen, die ACWY-Impfung außerdem bei Reisen in Risikogebiete. (2) Darüber hinaus werden diese beiden Impfungen schon von vielen Krankenkassen auf Anfrage ganz oder teilweise erstattet. (4)

Sprecht euren Kinder- und Jugendarzt bei eurem nächsten Termin einfach auf die verschiedenen Impfungen gegen Meningokokken-Erkrankungen an und lasst euch beraten, um euer Kind bestmöglich zu schützen.

 

1) BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/36QHqSy. Mai 2020.

2) RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/34RsKkm. Mai 2020.

3) RKI: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de. Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2019, Invasive Meningokokken-Erkrankungen mit Angabe der Serogruppe gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; 2019. Mai 2020.

4) BVKJ: „Kostenübernahme Meningokokken-B-Impfung“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32GMntX. Mai 2020.

 

Veröffentlicht im SEPTEMBER 2020

NP-DE-MNX-WCNT-200071; 08/20