Fakten Allgemeines

Was sind Meningokokken eigentlich?

Meningokokken sind Bakterien, die im Nasen-Rachen-Raum von Menschen leben. Etwa 10 % der Bevölkerung tragen den Erreger in sich – ohne es zu wissen.1 Denn sie entwickeln weder Symptome, noch lösen die Meningokokken eine Erkrankung aus.

Meningokokken sind nicht gleich Meningokokken. Sie treten in unterschiedlichen Varianten auf, die man Serogruppen nennt. In Deutschland verursachen die fünf Serogruppen A, B, C, W und Y die meisten Erkrankungsfälle.

Meningokokken können eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder/und Blutvergiftung (Sepsis) auslösen

Meningokokken können schwere Erkrankungen verursachen, wenn sie aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Blut gelangen und sich dort vermehren: In zwei Dritteln der Fälle kommt es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis; daher der Name MENINGokokken) und in einem Drittel zur Blutvergiftung (Sepsis). Beide Krankheitsbilder können auch zusammen auftreten.

Eine Infektion kann sehr schnell voranschreiten. Die ersten Anzeichen einer Ansteckung mit Meningokokken treten etwa drei bis vier Tage nach der Infektion auf.

Häufigkeit von Meningokokken

Im Jahr 2016 traten in Deutschland 336 Fälle von Meningokokken-Erkrankungen auf (Stand 19.01.2017).2

Der Kinder- und Jugendarzt Dr. Michael Horn erläutert Dir im Interview alles Wichtige rund um Meningokokken und wie Du Deine Kinder schützen kannst. 

Beitrag Meningokokken mit Anmoderation

Zu den Quellenangaben

 

Weitere Informationen findet Ihr unter:

http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/

http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/meningokokken/infektion/

DE/VAC/0543/16(2), Jan17