Fakten Schutzmöglichkeiten

Vorsorge ist der beste Schutz 4


Wir haben Kinderarzt Dr. Stephan von Landwüst aus Leverkusen gefragt:
Wie können Eltern ihre Kinder vor einer Meningokokken-Infektion schützen?

"In Deutschland können Eltern ihre Kinder durch eine Impfung gegen die am häufigsten vorkommenden Serogruppen schützen. Seitens der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird derzeit eine Impfung gegen Meningokokken C für alle Kinder ab dem zwölften Lebensmonat empfohlen. Personen mit eingeschränkter Immunfunktion (z.B. nach einer Entfernung der Milz) und Personen, die in engem Kontakt mit einem an Meningokokken Erkrankten stehen, wird zu einer Impfung gegen Meningokokken B geraten. Zusätzlich ist in den Bundesländern Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Thüringen und Bayern die Meningokokken-B-Impfung öffentlich empfohlen. Für die nur selten vorkommenden Serogruppen A, W 135 oder Y gibt es zudem eine Impfempfehlung, falls eine gesundheitliche Gefährdung vorliegt – etwa bei Laborpersonal oder bei Reisen in Risikogebiete."

Was müssen Eltern tun, wenn sie eine Meningokokken-Infektion vermuten?

"Bei ersten Anzeichen einer Ansteckung mit Meningokokken sollten Eltern mit ihren Kindern sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Bei einem Verdachtsfall müssen die Kinder unbedingt mit einem Antibiotikum behandelt werden. Nach einer erfolgreichen Therapie besteht nach 24 Stunden keine Ansteckungsgefahr mehr. Wichtig ist: Den besten Schutz vor einer Meningokokken-Infektion stellt eine zeitgerechte Impfung dar."

Zu den Quellenangaben

 

Weitere Informationen findet Ihr unter:

http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/

http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/meningokokken/infektion/

 

DE/VAC/0543/16(2), Jan17