Alle Fragen zu Meningokokken, Meningitis & Impfschutz

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Bei Meningokokken-Erkrankungen kann es zu plötzlich auftretenden unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel und schwerstem Krankheitsgefühl kommen. Bei einer Hirnhautentzündung kommen Erbrechen und Nackensteifigkeit hinzu. Weiterhin können Symptome wie Reizbarkeit, Schläfrigkeit sowie Krampfanfälle oder Hirnnervenlähmungen auftreten. Bei septischen Verläufen kommt es zu Hauteinblutungen, zum Blutdruckabfall und zum Organversagen.¹


Gegen 5 Meningokokken-Gruppen (A, B, C, W, Y) kannst du dein Kind impfen lassen. Für den bestmöglichen Schutz gibt es unterschiedliche Impfungen gegen diese Gruppen. Knapp 60 % aller Meningokokken-Erkrankungen in Deutschland werden durch Gruppe B ausgelöst, gefolgt von Y und C.²


Erstattet wird die Impfung gegen Meningokokken C standardmäßig. Über die Hälfte der Versicherten bekommen die Impfung gegen Meningokokken B auf Anfrage teilweise oder ganz erstattet. Eine Übersicht findest du hier.

Einige Krankenkassen übernehmen auch die Kosten für die Kombinationsimpfung gegen die Gruppen ACWY unter anderem als Reiseimpfung auf Anfrage. Zur Übersicht: Link

Frage bei deiner Krankenkasse nach – es lohnt sich.


Meningokokken sind Bakterien. Sie werden z. B. durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Küssen) von Mensch zu Mensch übertragen.³ Meningokokken B treten in Deutschland am häufigsten auf – gefolgt von den Gruppen Y, C, W, A und anderen.²


Beim ersten Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus!


Meningokokken-Erkrankungen sind selten, können aber innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen. In 2/3 der Fälle kann es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) und in 1/3 Fällen zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

Trotz Behandlung treten bei jedem 5. Erkrankten Komplikationen und Spätfolgen auf. Infolge einer Hirnhautentzündung können z. B. Entwicklungsstörungen, Krampfleiden, Erblindung und Hörverlust auftreten. Kommt es zu einer Blutvergiftung, kann es zu Haut- und Gewebezerstörung und Vernarbungen kommen, in Extremfällen sogar zu Amputationen.³

Bei einer Blutvergiftung stirbt etwa jeder 10. Erkrankte, bei schwerem Verlauf sogar fast jeder 3.


Etwa 10 % der Menschen tragen Meningokokken ohne nachweisbare Symptome im Nasen-Rachen-Raum.¹ Die Bakterien werden z. B. durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Küssen) von Mensch zu Mensch übertragen.³


Eine Impfung kann nicht sicher vor einer Besiedlung durch Meningokokken schützen. Daher können auch Menschen, die gegen Meningokokken geimpft sind, die Erreger unter Umständen übertragen. Impfungen können bestmöglich vor dem Ausbruch einer Meningokokken-Erkrankung schützen.


Info-Material und Downloads

Mehr Informationen zu Impfungen und wie du dein Kind schützen kannst, findest du hier.