Ihr habt Fragen zu
Meningokokken und den Herausforderungen
von Kitas im Falle einer Infektion?

Die häufigsten Fragen

Schon bei Verdacht einer Meningokokken-Infektion müssen Erkrankte sofort ins Krankenhaus! Dort wird die Infektion mit Antibiotika behandelt. Bis 24 Stunden nach Beginn der Antibiotika-Therapie werden Erkrankte isoliert, um andere vor einer Übertragung zu schützen.

Bei Beschwerden wie plötzlich auftretendem Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen sollte umgehend ein Arztbesuch erfolgen.

Bei einer Meningokokken-Infektionen gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Das bedeutet Kinder und Erwachsene dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen, sobald der Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung besteht. Das gilt auch für Kontaktpersonen der Erkrankten.

Nach der Genesung können Betroffene die Gemeinschaftseinrichtungen wieder besuchen. Ein ärztliches Attest ist nicht nötig.

Für Kontaktpersonen von Erkrankten endet das Besuchsverbot, wenn sie keine Beschwerden entwickeln und eine vorsorgliche Antibiotika-Gabe durchgeführt wurde (1).

(1) Quelle: BZgA Erregersteckbrief. Verfügbar unter: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, April 2016. Letzter Zugriff März: 2018.

Meningokokken werden in kleinen Tröpfchen von Speichel und Nasensekret von Mensch zu Mensch übertragen, wie z.B. beim (1)

  • Sprechen
  • Husten
  • Niesen
  • Küssen
  • Händeschütteln

Selbst Menschen, die nicht erkrankt sind, können die Bakterien im Nasen-Rachen-Raum tragen und an Andere weitergeben. Tatsächlich stecken sich die meisten Säuglinge und Kleinkinder bei augenscheinlich gesunden Familienmitgliedern oder Betreuungspersonen an.

(1) Quelle: BZgA Erregersteckbrief. Verfügbar unter: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, April 2016. Letzter Zugriff März: 2018.

Eine Impfung kann vor dem Erkrankungsausbruch einer Infektion durch die Bakterien schützen. Es ist bisher nicht nachgewiesen, dass die Impfung auch die Besiedelung durch Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum verhindert. Daher können auch Menschen, die gegen Meningokokken geimpft sind, unter Umständen den Erreger übertragen.

Im Falle eines Verdachts auf Meningokokken-Infektion in der Kita muss schnell gehandelt werden.

Meningokokken-Infektionen können schnell ernste Folgen für die Betroffenen haben.

Daher müssen Erkrankte schon bei Verdacht einer Meningokokken-Infektion sofort ins Krankenhaus!1

Dort wird die Infektion mit Antibiotika behandelt. Erkrankte Personen werden bis 24 Stunden nach Beginn der Antibiotika-Therapie isoliert, um andere vor einer Übertragung zu schützen.

Bei Beschwerden wie plötzlich auftretendem Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen sollte umgehend ein Arztbesuch erfolgen.

Enge Kontaktpersonen (Haushaltsmitglieder, enge Freunde, Intimpartner, Betreuer und Gruppenmitglieder in Gemeinschaftseinrichtungen) haben ein erhöhtes Risiko, an einer Meningokokken-Infektion zu erkranken. Daher müssen sie über Frühsymptome (Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen) informiert werden, bei denen unbedingt ein Arzt konsultiert werden muss.3

Für Kita-Leitung und -Mitarbeiter wichtig: Bei einer Meningokokken-Infektion gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes.

Das bedeutet, Kinder und Erwachsene dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen, sobald der Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung besteht. Das gilt auch für Kontaktpersonen der Erkrankten.

Personen, die nachgewiesen Kontakt mit Meningokokken-Erkrankten hatten, müssen schnellstmöglich (und bis zu 10 Tagen nach Kontakt) mit einer vorbeugenden Antibiotika-Therapie behandelt werden.3

Für einen Meningokokken-Ausbruch besteht Meldepflicht.

Das bedeutet, dass der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis sowie der direkte Nachweis von Neisseria meningitidis aus Liquor, Blut, hämorrhagischen Hautinfiltraten oder anderen normalerweise sterilen Substraten, soweit er auf eine akute Infektion hinweist, dem Gesundheitsamt namentlich gemeldet werden muss.3

Die Meldungen müssen durch Leiterinnen oder Leiter der Gemeinschaftseinrichtung erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens 24 Stunden nach erlangter Kenntnis bzw. Verdacht vorliegen.

Bei Ausbrüchen durch Meningokokken mit impfpräventablen Serogruppen gibt es zur langfristigen Senkung des Infektionsrisikos die Möglichkeit einer Impfung von Kontaktpersonen bzw. möglicherweise gefährdeter Gruppen. Hierfür ist die Feststellung der Serogruppe des Erregers unerlässlich. Diese Möglichkeit ist von der STIKO für definierte Ausbrüche oder regional gehäufte Erkrankungen vorgesehen und wird im Einzelfall von den zuständigen Gesundheitsbehörden entschieden.

Bezüglich Fragen zu Infektionsschutz und -prävention kontaktieren Sie bitte Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Nach der Genesung können Betroffene die Gemeinschaftseinrichtungen wieder besuchen. Ein ärztliches Attest ist nicht nötig.

Für Kontaktpersonen von Erkrankten endet das Besuchsverbot, wenn sie keine Beschwerden entwickeln und eine vorsorgliche Antibiotika-Gabe durchgeführt wurde.3

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachen-Raum des Menschen ansiedeln.

Etwa 10 % der Bevölkerung tragen den Erreger in sich – ohne es zu wissen. Meningokokken können vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Erkrankungen verursachen, wenn sie aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Blut gelangen und sich dort vermehren: In zwei Dritteln der Fälle kommt es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis; daher der Name MENINGokokken) und in einem Drittel zur Blutvergiftung (Sepsis). Beide Krankheitsbilder können auch zusammen auftreten.3

Eine Meningokokken-Infektion kann schnell lebensbedrohlich werden

Zu den möglichen Folgen zählen

  • Lernschwächen durch Schädigung des Gehirns
  • Taubheit
  • der Verlust von Gliedmaßen

Eine Infektion kann sehr schnell voranschreiten und innerhalb von 24 Stunden tödlich enden, wenn keine rechtzeitige Behandlung erfolgt.1

Mehr über Meningokokken erfährst du hier.

Quellenangaben

Wissen und Ratgeber

Info-Material zu Meningokokken

Hiermit werden Kita-Mitarbeiter und Eltern rundum aufgeklärt: das MENINGITIS BEWEGT. Info-Kit!

Jetzt kostenfrei bestellen!

Gib uns dein Feedback zur Kampagne!

zur Kampagnen-Umfrage

Weißt du Bescheid über Meningokokken?

Teste dein Wissen im Quiz!

Medizinischer Vortrag über Meningokokken

Alle wichtigen Informationen im Video: Medizinisch fundiert erklärt von Dr. Markus Kirchner, Fachbereich Medizin, GSK Deutschland..