Ihr habt Fragen zu
Meningokokken und Schutzmöglichkeiten
während der Schwangerschaft und danach?

Die häufigsten Fragen

Eine Impfung während Schwangerschaft und Stillzeit gegen Meningokokken ist grundsätzlich nicht empfohlen, dein Hausarzt oder dein Frauenarzt kann dich individuell beraten.

DE/BEX/0015/18; 04/2018

Meningokokken treten weltweit auf (3). In Industrieländern werden sie oft als Einzelerkrankungen beobachtet, die in Deutschland zu 30 bis 40 % vor allem im Winter und Frühjahr auftreten (6).

 

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(3) Quelle: RKI-Ratgeber für Ärzte „Meningokokken-Erkrankungen“. Verfügbar unter: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html, April 2016. Letzter Zugriff: März 2018. 
(6) Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/43_16.pdf?__blob=publicationFile

DE/BEX/0015/18; 04/2018

Weil das Risiko an Meningokokken zu erkranken in den ersten Lebensjahren am höchsten ist, ist es sinnvoll, je nach Impfstoff eine Impfung gegen Meningokokken so früh wie möglich zu verabreichen.

Da jedoch Jugendliche am zweithäufigsten im Falle einer Infektion von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind, empfiehlt es sich auch für ältere Kinder, sich über eine Impfung zu informieren. Oder wenn eine Reise in ein Gebiet mit häufigem Meningokokken-Vorkommen geplant ist.

DE/BEX/0015/18; 04/2018

Screening-Untersuchungen zeigen, dass bei ca. 10 % der Menschen eine Besiedlung der Schleimhäute im Nasen-Rachenraum mit Meningokokken vorliegt; bei Jugendlichen sogar bei ca. 20 %. Diese Besiedlung führt in der Regel nicht zu einer Erkrankung. Dringen die Erreger jedoch durch die Schleimhautbarriere und werden dort nicht vom Immunsystem erkannt, kann es zu einer Meningokokken-Erkrankung kommen. Schädigung der Schleimhäute (etwa durch virale Infektionen, trockene Luft oder Zigarettenrauch) können eine Meningokokken-Erkrankung begünstigen. Säuglinge, bei denen die Bakterien über die Schleimhäute ins Blut gelangen, sind besonders gefährdet, da bei ihnen die Immunabwehr noch nicht ausgebildet ist (6).

(6) Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/43_16.pdf?__blob=publicationFile

DE/BEX/0015/18; 04/2018

Personen, die nachgewiesen Kontakt mit Meningokokken-Erkrankten hatten, müssen schnellstmöglich (und bis zu 10 Tage nach Kontakt) mit einer vorbeugenden Antibiotika-Therapie behandelt werden. Eine Behandlung ist auch im Falle einer Schwangerschaft möglich.

Enge Kontaktpersonen (Haushaltsmitglieder, enge Freunde, Intimpartner, Betreuer und Gruppenmitglieder in Gemeinschaftseinrichtungen) haben ein erhöhtes Risiko, an einer Meningokokken-Infektion zu erkranken.

Bei Beschwerden wie plötzlich auftretendem Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Erkrankte Personen und deren Kontaktpersonen dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen. Falls es sich um eine impfpräventable Serogruppe handelt sollte bei diesen zusätzlich eine postexpositionelle Impfung stattfinden (3). Das gilt bereits beim Verdacht auf Meningokokken-Erkrankung (5).

(3) Quelle: RKI-Ratgeber für Ärzte „Meningokokken-Erkrankungen“. Verfügbar unter: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html, April 2016. Letzter Zugriff: März 2018.
(5) Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html

DE/BEX/0015/18; 04/2018

Meningokokken - Informationen für Schwangere

Die Schwangerschaft ist eine Zeit der Vorfreude - doch je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr entsteht der Wunsch, sich für den Start des neuen Lebens optimal vorzubereiten. Information über den frühen Gesundheitsschutz ist hierbei ein wichtiges Thema. Säuglinge sind durch eine Meningokokken-Infektion besonders gefährdet. Daher wollen wir werdenden Müttern wichtige Informationen zum Schutz vor Meningokokken an die Hand geben.

Nestschutz greift nicht bei Meningokokken 

Selbst bei natürlich geborenen und voll gestillten Kindern wehrt der Nestschutz nicht alle Krankheitserreger ab. Die mütterlichen Antikörper, die ein Säugling als Grundausstattung mitbekommt, können nicht alle Viren und Bakterien erkennen. Zu den Bakterien gehören auch Meningokokken. Bei Menschen mit intaktem Immunsystem hat eine Infektion keine Folgen. Bei Säuglingen und Kleinkindern jedoch, deren Immun-Abwehr noch nicht ausgereift ist, können Meningokokken schwere Erkrankungen auslösen.

Etwa zehn Prozent der Erwachsenen tragen Meningokokken im Mund- und Rachenraum, ohne dies zu merken

Gelangen sie ins Blut und vermehren sich dort, kommt es in zwei Dritteln der Fälle zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) und in einem Drittel zur Blutvergiftung (Sepsis). Zu den möglichen Folgeschäden gehören Lernbehinderungen, Hörverlust oder der Verlust von Gliedmaßen bis hin zum Tod.1 Dabei verläuft eine Infektion verläuft schnell und kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden.

Gut informiert über Meningokokken - für optimalen Schutz von Neugeborenen

Die ersten Anzeichen sind unspezifisch.3 Daher ist es wichtig, sich über frühe Anzeichen und Schutzmöglichkeiten von Säuglingen zu informieren.

Wissen und Ratgeber

Gesundheits-Checkliste bei Kinderwunsch:

Idealerweise sollten Frauen bereits vor einer Schwangerschaft einige gesundheitliche Faktoren überprüfen lassen. Die Checkliste zeigt im Überblick die gesundheitlichen Aspekte, an die Frauen vor einer Schwangerschaft denken sollten.

Hier geht es zur Liste

Weißt du Bescheid über Meningokokken?

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Ausreichend geschützt? Alle Impfungen und Serogruppen im Überblick

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