Meningokokken sind Erreger, die schwerwiegende Erkrankungen auslösen können. Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Auch Jugendliche haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Tückisch: Meningokokken-Erkrankungen sind anfangs oft schwer zu erkennen und können innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Manche tragen bleibende Schäden (z. B. Hörverlust, Amputationen) davon.

Impfungen können vor Meningokokken-Erkrankungen und ihren Folgen schützen. Lass Dich jetzt ärztlich zu den von der STIKO empfohlenen Meningokokken-Impfungen beraten.

Bestmöglicher Schutz: Das empfiehlt die STIKO

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgende Meningokokken-Impfungen standardmäßig5,6:

  • Meningokokken-B-Impfung: 
    • Für alle Babys ab 2 Monaten und Kleinkinder.
    • Nachholimpfungen: Bis zum 5. Geburtstag empfohlen.
  • Meningokokken-ACWY-Impfung: 
    • Für alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren.
    • Nachholimpfungen: Bis zum 25. Geburtstag empfohlen.

Für Reisen gibt es altersübergreifende Empfehlungen für beide Impfungen.

Lass dich jetzt ärztlich zu allen von der STIKO empfohlenen Meningokokken-Impfungen beraten!

Was sind Meningokokken?

Meningokokken sind Bakterien. Diese Krankheitserreger können schwerwiegende Infektionen auslösen. Es gibt verschiedene Meningokokken-Gruppen: In Deutschland kommen die Gruppen B, Y und W am häufigsten vor.2

Wie steckt man sich an? 

Etwa jeder 10. Mensch trägt Meningokokken unbemerkt im Nasen-Rachen-Raum.4

Die Erreger werden durch winzige Sekrettröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen, z. B. beim Sprechen, Niesen, Husten oder Singen.4

Man spricht in diesem Zusammenhang von einer „Tröpfcheninfektion“.

Kita, Spielgruppe & Co. – Vorsicht Ansteckungsgefahr:

Das Risiko einer Tröpfcheninfektion steigt, wenn viele Menschen in geschlossenen Räumen zusammenkommen.

  • Bei kleinen Kindern ist dies z. B. in Spielgruppe, Kita und Schule der Fall.
  • Bei Jugendlichen durch ihr Sozialverhalten (z. B. enge Kontakte in größeren Gruppen, Küssen, gemeinsames Rauchen).

Impflücken rechtzeitig schließen

Für dein Kind steht der Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita) an? Zeit, einen Blick ins Impfbuch zu werfen: Sind alle nötigen Impfungen erfolgt? Lass am besten von deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt prüfen, ob Impflücken bestehen – und hole versäumte Impfungen ggf. rechtzeitig nach.

Erfahre hier mehr über das Thema Impfschutz.

Wie häufig sind Meningokokken-Erkrankungen?

„Meningokokken-Erkrankungen sind in Deutschland zwar selten, doch täglich tritt im Durchschnitt ein Fall auf – mit potenziell dramatischen Folgen für die Betroffenen.“

Den bestmöglichen Schutz gegen Meningokokken-Erkrankungen bieten Impfungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht daher eine standardmäßige Impfempfehlung aus für:

  • Meningokokken-B-Impfung
    • Für alle Babys ab 2 Monaten und Kleinkinder
    • Nachholimpfungen: Bis zum 5. Geburtstag empfohlen.
  • Meningokokken-ACWY-Impfung
    • Für alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren
    • Nachholimpfungen: Bis zum 25. Geburtstag empfohlen.

Für Reisen gibt es altersübergreifende Empfehlungen für beide Impfungen.

Mehr zum Impfschutz erfahren

Warum sind Meningokokken-Erkrankungen so gefährlich?

Plötzlich, schnell fortschreitend – und potenziell lebensbedrohlich. Eine Meningokokken-Erkrankung ist zwar selten, kann aber ernste Folgen haben.

Unspezifischer Krankheitsbeginn – erschwerte Diagnose: Die Symptome einer Meningokokken-Erkrankung können anfangs mit denen einer Grippe verwechselt werden. Eine frühzeitige Diagnose bleibt daher oft aus, wertvolle Zeit geht verloren.

Schneller, potenziell lebensbedrohlicher Verlauf: Innerhalb von Stunden kann eine zunächst unscheinbar wirkende Infektion lebensbedrohlich werden – insbesondere, wenn die Erkrankung in eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) mündet.

Wer ist besonders gefährdet?

Kleinkind und Baby

Babys und Kleinkinder erkranken am häufigsten, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.1

Daher ist es wichtig, Babys und Kleinkinder frühestmöglich durch die von der STIKO empfohlene Meningokokken-B-Impfung ab einem Alter von 2 Monaten zu schützen. Nachholimpfungen sollten bis zum 5. Geburtstag erfolgen.5

Jugendliche haben auch ein erhöhtes Risiko zu erkranken.1 Daher empfiehlt die STIKO  die Meningokokken-ACWY-Impfung für Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren. Nachholimpfungen sollten bis zum 25. Geburtstag erfolgen.6 Erfahre hier mehr zum Thema Impfschutz.

Was sind mögliche Folgen?

Eine Meningokokken-Erkrankung kann zu lebenslangen Folgeschäden führen oder gar tödlich enden.

Lebenslange Folgeschäden: Jeder 5. Patient kämpft mit bleibenden Schäden, zum Beispiel:4

  • Entwicklungsstörungen
  • Lernschwierigkeiten und damit einhergehend später Probleme in der Schule
  • Hörverlust
  • Bleibende Narben oder Verlust von Gliedmaßen durch erforderliche Amputationen1

Tödlicher Verlauf: In Deutschland versterben bis zu 15 % der Patienten an der Erkrankung.2

In Deutschland versterben bis zu 15 Prozent derjenigen, die an Meningokokken erkranken.2

Jeder 5. Patient trägt bleibende Schäden davon.1

Welche Symptome können auftreten?

Die Anzeichen einer Meningokokken-Erkrankung sind häufig unspezifisch und ähneln den Symptomen einer Grippe, sodass eine frühe Diagnose selbst für erfahrene Ärzte schwierig ist.

Zu den ersten Anzeichen gehören Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost.

Bei Säuglingen und Kleinkindern zählen z. B. Fieber, Erbrechen, Reizbarkeit, Lichtempfindlichkeit, Schläfrigkeit sowie eine vorgewölbte Fontanelle (Spalte zwischen den Schädelknochen) zu den möglichen Symptomen.4

Innerhalb weniger Stunden kann sich die Lage dramatisch verschlechtern, wenn es z. B. zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) kommt. Die Anzeichen bei einem schweren Verlauf können punktförmige oder flächige Einblutungen auf Haut und Schleimhäuten sein sowie ein Blutdruckabfall. Es droht Organversagen.

Gut zu wissen: Das typische Meningitis-Symptom der Nackensteifigkeit kann bei Babys fehlen.

Jede Minute zählt!

Beim ersten Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung gilt: Sofort ins Krankenhaus!

Wie kann ich mein Kind bestmöglich schützen?

Zum Schutz vor den unterschiedlichen Meningokokken-Gruppen gibt es verschiedene Impfungen, die seit vielen Jahren in Deutschland genutzt werden.

Was ist der bestmögliche Impfschutz für mein Kind?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgende Meningokokken-Impfungen standardmäßig5,6:

  • Meningokokken-B-Impfung: 
    • Für alle Babys ab 2 Monaten und Kleinkinder.
    • Nachholimpfungen: Bis zum 5. Geburtstag empfohlen.
  • Meningokokken-ACWY-Impfung: 
    • Für alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren.
    • Nachholimpfungen: Bis zum 25. Geburtstag empfohlen.

Für Reisen gibt es altersübergreifende Empfehlungen für beide Impfungen.

Erfahre hier mehr zum Thema Impfschutz gegen Meningokokken.

Impfungen können vor Meningokokken-Erkrankungen und ihren Folgen schützen. Lass Dich jetzt ärztlich zu den von der STIKO empfohlenen Meningokokken-Impfungen beraten.

Hintergrund: Meningokokken-Gruppen

Es werden verschiedene Meningokokken-Gruppen unterschieden.

  • Meningokokken B sind in Deutschland für die meisten Erkrankungen (ca. 60 %) verantwortlich.
  • Die Meningokokken-Gruppen ACWY2 sind zusammen für etwa 40 % der Fälle verantwortlich.2

Mehr erfahren

Kreisdiagramm zur Häufigkeit der Meningokokken-Serogruppen

Abb.: Häufigkeit der verschiedenen Meningokokken-Gruppen in Deutschland

Weitere häufige Fragen

  • Warum sind kleine Kinder besonders gefährdet?

    Babys und Kleinkinder sind besonders häufig betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.1 Die STIKO empfiehlt standardmäßig eine Impfung gegen Meningokokken B für Babys und Kleinkinder ab dem Alter von 2 Monaten und Nachholimpfungen bis zum 5. Geburtstag.5

  • Warum sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders gefährdet?

    Infolge ihres Sozialverhaltens (z. B. enge Kontakte in größeren Gruppen, Küssen, gemeinsames Rauchen) haben Jugendliche und junge Erwachsene ein erhöhtes Risiko für Meningokokken-Erkrankungen. Die STIKO empfiehlt standardmäßig eine Impfung gegen Meningokokken ACWY für Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren und Nachholimpfungen bis zum 25. Geburtstag.7

  • Wer sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen?

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Meningokokken-B-Impfung für alle Säuglinge ab 2 Monaten. Falls die Impfung versäumt wurde, wird eine Nachholimpfung bis zum 5. Geburtstag empfohlen.

    Darüber hinaus wird altersübergreifend bei Reisen und bestimmten Risikogruppen wie z. B. Personen mit Immunschwäche eine Meningokokken-B-Impfung empfohlen.

    Mehr zum Impfschutz erfahren

    Außerdem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO)  die Meningokokken-ACWY-Impfung für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Falls die Impfung versäumt wurde, wird eine Nachholimpfung bis zum 25. Geburtstag empfohlen.

    Darüber hinaus wird altersübergreifend bei Reisen und bestimmten Risikogruppen wie z. B. Personen mit Immunschwäche eine Meningokokken-ACWY-Impfung empfohlen.

    Mehr zum Impfschutz erfahren

  • Welche Fragen sollte ich meiner Kinderärztin bzw. meinem Kinderarzt stellen?

    Die wichtigsten Fragen zu Meningokokken-Impfungen für den nächsten Arztbesuch haben wir in dieser Checkliste für dich zusammengestellt.